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Dabei sein mit Philipps Bike Team

Rad am Ring

Philipps Bike Team startet wieder beim legendären 24-Stunden-Rennen auf der Grand-Prix-Strecke. Wir kümmern uns um die Anmeldung Eurer Startplätze in 1er-, 2er-, 4er- und 8er-Teams. Außerdem bieten wir ein Vorbereitungs-Camp auf Mallorca an. Was Euch in der grünen Hölle erwartet, erzählt euch unsere Guide Yvonne in ihrem Erlebnisbericht:

„Zwei Mal habe ich bei Rad am Ring bisher teilgenommen. Also eigentlich drei Mal – zwei Mal als Fahrerin und einmal als Supporterin. Und jedes Mal war ich begeistert. Es ist ein Event der Superlative! Jedes Mal kam eine Art Lagerfeuerstimmumg unter Freunden mit toller Gemeinschaft auf. Es ist einfach wie ein Musikfestival auf dem Fahrrad nur ohne Konzerte und eben mit etwas anders verrückten Leuten.

 

Es gibt verschiedene Kategorien, in denen man den Ring 24 Stunden lang bezwingen kann: 8er, 4er, 2er Team oder solo. Als Philipps Bike Team das erste Mal an diesem Event teilnahm, war die Idee, zum Spaß in einem 2er-Team mit Roger zu fahren. Einen kleinen Anstoß dazu gab Paul (Stammgast der ersten Stunde), Markus und Birgit, die das Ganze auch schon zusammen im Vorjahr erlebt oder besser „erfahren“ haben.

 

Birgit organisierte den Support und Philipp, Roger und ich wussten nicht genau, was bei diesem Event auf uns zukommen sollte. Im Vorfeld hörte ich viele Geschichten und so manch eine Horrorstory. Ich war mega gespannt und voller Vorfreude.

 
Zeifahren am Freitag

 

Es beginnt immer mit einem Zeitfahren am Freitagabend. Wir trafen uns zur rechtzeitigen Einfahrt und Aufbau der Zelte auf unseren Parzellen. Ein großes Versorgungs- und Aufenthaltszelt stand bereit und man baute seine Übernachtungszelte auf. Alles direkt an der Strecke. Schon beim Abholen der Startunterlagen wurde klar, wie viele lustige Rad-Narren bei diesem Spektakel dabei sein würden. Gewusel überall, große Messe mit den verschiedensten Ständen, und dennoch alles bestens organisiert.

Zeitfahren

Das Zeitfahren war sehr beeindruckend und lieferte den nötigen Kick zum Auftakt des Events. Start wie ein Profi von einer Rampe hinunter, um das erste Mal bei glutroter Abendsonne und super beeindruckender Stimmung über die Piste zur Hohen Acht zu donnern.

 

Alleine das Zeitfahren lieferte mit seinen 22 km und 500 Höhenmetern einen kleinen Vorgeschmack auf das was einen in den folgenden zwei Tagen erwartete. Es war warm, vielleicht schwül, die Luft drückend, und der hohe Puls und die brennenden Beine raubten einem bei der hohen und tiefen Atemfrequenz den letzten Tropfen Speichel auf den letzten Metern ins Ziel.

 

Nach einer Pastaparty und einem Bierchen mit schönen Gesprächen ging es ins Bett. Das letzte Mal längerer Schlaf bevor der Startschuss zum Festival 24h-Rennen fiel.

 

Start!

 

Der Ring wurde mit der aufgehenden Sonne langsam wach. Noch immer hatte ich das Gefühl ich bin wie früher in einem Ferienzeltlager. Nach einem ausführlichem Sicherheitsbriefing des Veranstalters fuhr sich Roger warm. Er fuhr die erste Runde mit Start um 12:45 Uhr mittags. Wir standen am Rand der Strecke und warteten auf das nach dem Startschuss anrollende Feld.

Start

Knall, nun konnte der Spaß beginnen. Als das Führungsfeld mit Roger an der Spitze an uns mit aufbrausendem Windsog vorbei donnerte und Philipp begeistert rief: „Roger hat angegriffen, habt ihr das gesehen?“, wurde mir schnell klar, dass ich wohl die erste Runde kein „Spaß-Rennen“ fahren werde. Was mir da noch nicht so richtig klar war und später erst richtig erkannt habe, war, dass eben Rennfieber ausbrach und dass es nicht nur um den Spaß gehen würde, 24 Stunden lang die Strecke von 26Km und 560Hm immer wieder „locker“ abzufahren.

 

Geburtstag im Sattel

 

Roger und ich wechselten jede Runde, bis auf nachts, da fuhren wir immer zwei hintereinander. Doch aber genau das Miteinander-Fiebern und Alles-Geben wurde dann der Spaß. Zu Hause noch überlegte ich, wie lustig es wäre, wenn ich um null Uhr auf dem Rad sitzen würde. Der Zufall wollte es so und ich konnte um 00:00 des 31.07.2016 in meinem Hirn mir die Hohe 8 hoch hechelnd ein Geburtstagsständchen trällern.

Rogers Geburtstag

Das war wirklich eine unvergessliche Party mit allen anderen Mitstreitern auf dem Ring. Nachts ist es mystisch, wenn man in den Anstiegen das rote Meer der Rücklichter sieht. Unterwegs ist sowieso an der Strecke tolle Stimmung – tags ein bisschen mehr als nachts, aber dennoch ist man nie alleine. Auch so traf ich hier und da Freunde aus Deutschland und Mallorca auf der Strecke.

 

Auf Sicherheit wird viel Wert gelegt und nachts sind die Gefahrenstellen sehr gut ausgeleuchtet. Es gibt unterwegs zwei Verpflegungsstellen und Quads fahren auf der Strecke, um einen zur Not mit Trinkflasche oder kleinem technischem Support zu unterstützen. Der Belag und die Strecke sind einfach genial und laden zum hemmungslosen Bergab-Fahren ein.

 

Versorgung in der Boxengasse

 

Im Gegensatz zu Roger (da er ja um etliches schneller die Runden fuhr) hatte ich eher nur knapp Zeit für die Versorgung. In jeder Runde, die er fuhr, galt es schnell, Getränke aufzufüllen, Pasta zu futtern, sich gegebenenfalls umzuziehen und noch einen WC Gang zu erledigen. Nachts konnte man sich durch die Doppelrunden auch mal ein bisschen hinlegen, etwas ruhen, Augenpflege machen und auch Mal einen größeren WC-Gang in Ruhe erledigen. Die Versorgung durch das Catering von Birgit war grandios, und verhalf jedem Team bei Energie zu bleiben. Uns allen fehlte es einfach an nichts.

Boxengasse

Absprachen konnten wir zusammen ja nicht treffen, aber unser Support Birgit und Markus waren auch gleichzeitig unser Sprachrohr und übermittelten uns immer, was Roger mir zu sagen hatte – und umgekehrt. Philipp rechnete die Rundenzeiten und verglich die Plätze und sagte mir an, was ich wie am besten machen kann.

 

Es ist extrem von Vorteil, wenn jemand über die Online-Live-App den Teampartner mitverfolgt und einem Bescheid gibt, ab wann man sich am Streckenrand für den Wechsel bereit machen sollte. Dieses Jahr übernahm das Markus für alle Teamfahrer, und wenn er Mal auf dem WC war, sind wir alle zeitweise recht panisch geworden: „Wooooo ist denn eigentlich Markus?“ – „Markus , wann muss ich mich hinstellen?“ Dies wurde auch zu einem kleinem Running Gag.

 

Sieger!

 

Der super-gute Support machte es möglich, dass in den letzten Jahren sogar Platzierungen eingefahren werden konnten. Roger und ich sind ganz unerwartet 2016 auf den ersten Platz der 2er-Team gerauscht und haben gewonnen. Eine große Überraschung und eines der schönsten Geburtstagsgeschenke.

Sieger

Dieses Jahr ist das 4er-Team mit Martin Waldenberger, André Deppeler, Roger Nachbur und Malte Beversdorff auf den dritten Platz aller Teilnehmer und zweiten Platz der AK gefahren. Und im 2er-Team Nils Wiesner und Christian Seidel in der AK MAS3 den dritten Platz, gesamt 15. Der Damen 4er mit Sonja Paul, Kaja Hostettler, Kerstin Funk und mir erreichte den vierten Platz unter allen Teilnehmern und den dritten Platz der AK MAS1W. Unser Masters 3 Herren-4er-Team mit Bruno Peier, Ralf Borrman, Uwe Künstler und Rolf Moser waren auch auf Podestzug in der AK als bedauerlicherweise Ralf durch einen unverschuldeten Sturz während der Nacht ausschied.

 

Und auch hier zeigten die Organisatoren von Rad am Ring wie gut Sie auch auf solche Situationen reagieren. Es lief alles problemlos ab für alle Beteiligten und auch im Nachgang erkundigte man sich nach Ralf. Übrigens sitzt er schon wieder seit Herbst auf dem Rad.

 

Allein, im Team… oder als Supporter

 

Solo bekommt man am wenigsten vom Event drumherum mit, als 2er Team ist es hart und stressig. Umso größer das gewählte Team, umso mehr Zeit hat man zwischendurch für Lagerfeuer und Zeltlagerstimmung.

Team

In diesem Jahr habe ich das in einem 4er Damen Team erleben dürfen. In den Runden in denen ich nicht im Sattel saß, habe ich bei gewohnt gemütlicher und familiärer Philipps-Bike-Team-Atmosphäre vor unserem Versorgungszelt mit allen anderen am Streckenrand gesessen und gechillt, gequatscht und viel gelacht. Dieses Jahr waren auch neben Gästen viele Guides dabei, wie André, Bruno, Ralf, Nils, Malte, Sonja und Rolf. Es war einfach ein unvergessliches Erlebnis!

 

Und selbst als ich 2017 nicht starten konnte, war es das Event allein schon wert, dabei gewesen zu sein und mitzufiebern, zu lachen, sich zu unterhalten, die Abendsonne bei einem Gläschen Vino zu genießen und zu supporten.

 

Andre’s Partnerin Melanie hat dieses Jahr das Spektakel an der Strecke mit uns allen geteilt und uns rund um die Uhr wachgehalten und mit fröhlicher Laune beglückt. Ebenso wie Birgit und ihre Schwester Heike.

 

So oder so, ob Fahrer, Supporter oder Begleitung, es ist bei Rad am Ring mit Philipps Bike wie eingangs erwähnt ein Event der Superlative und einfach nur sehr empfehlenswert. Ich hoffe sehr, wir sehen uns alle 2019 dort wieder, wenn es heisst: 24h Festival auf und rund um das Rad. Bis dahin, sportliche und sonnige Grüsse,

 

Yvonne“

 

Zum Rad am Ring Mallorca Camp