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Brägel: E-Bikes vs. Rennräder

von Jürgen Löhle

Lieber mit Motörchen radeln als gar nicht. Deshalb gibt es jetzt auch bei uns auf Mallorca E-Bikes zu Mieten. Eine Frage bleibt aber – wie darf man E-Biken in der Jahresbilanz werten? Dazu haben sich unser Stammgast Brägel und seine Kumpels ganz spezielle Gedanken gemacht:

E-Bikes vs. Rennraeder
Rennrad-Traditionalisten gegen E-Bikes

 

„Betrug“, donnert der alte Hans, „ein E-Bike ist überhaupt kein richtiges Fahrrad, eher so was wie Viagra für wadendünne, alte Schwächlinge.“ Streng genommen also für ihn, denke ich, also genau das richtige für ihn, kann das aber nicht loswerden, weil der Präsident das Wort an sich reißt.

 

E-Bikes vs. Rennraeder

 

Wortreich erklärt er uns, dass er sehr wohl die elektrischen Kilometer addiere, weil er sich auf seinem Mountain E-Bike im Wald genauso anstrenge wie auf der Straße auf dem Renner. „Nur bin ich dann eben deutlich schneller als früher unterwegs und das ist geil.“

 

E-Bikes machen Spaß

 

Danach wogte es ein wenig Hin und Her. Der alte Hans jaulte gequält, weil ihn einer „einen ewiggestrigen Mini-Macho“ nannte. „Wieso Mini“, grantelte er immer wieder. Der Präsi bot sogar seine Rücktritt an, sollte seine Kilometerzahl nicht offiziell anerkannt werden, zog dann aber zurück, weil ein Rücktritt aus ideologischen Gründen qua Satzung verboten ist.

 

Nur Brägel hielt sich für seine Verhältnisse lange zurück. Schließlich erklärte er, dass er seine elektrischen Kilometer hälftig addiert habe und ob das kein tragfähiger Kompromiss sei?

 

E-Bikes vs. Rennraeder

 

Doch damit wollte auch keiner etwas anfangen, die Trennlinie ist klar – Männer gegen Memmen, Elektros gegen Realos, Bubis gegen Kerle und so weiter. Die weihnachtlich friedliche Stimmung drohte zu kippen, vereinzelt wurde sogar mit Anschlägen auf die Akkus respektive mit finalem Ventilklau gedroht.

 

Der Plan für die Fahrrad-Saison 2019

 

Dann meldet sich Brägel doch noch mal. Sein Vorschlag – dieses Jahr werden die elektrischen Kilometer  gestrichen und für 2019 eine verlässliche Regel aufgestellt.

 

E-Bikes vs. Rennraeder

 

Die sieht ungefähr so aus, dass sich alle Clubmitglieder ein geeichtes und versiegeltes Gerät zur Leistungsdiagnose kaufen. Dieses Gerät muss dann jeder anlegen, sobald er E-Bike fährt. Wirft das Gerät hinterher eine Durchschnittsbelastung von mehr als 150 Watt aus, darf der E-Kilometer gerechnet werden. Sonst nicht.

 

Mal abgesehen davon, dass keiner weiß, was so ein Gerät kostet - wer soll das Ganze auswerten? Dazu, so Brägel, werde unter seinem Vorsitz ein „Ethikrat für elektrisch sauberen Sport“ gegründet, der dann auch Herr der Daten sei.

 

E-Bike-Fahren im neuen Jahr?

 

Soweit kommt’s noch – Brägel als Letztinstanz für das was Sport ist und was nicht. „Das wäre ja so, als hätten wir eine Frau als Bundeskanzler“, schimpft der alte Hans. Wir erklären ihm, dass Frau Merkel tatsächlich eine Frau ist, lehnen aber auch Brägel als Zählmeister kategorisch ab.

Danach war die Feier atmosphärisch ein wenig gestört. Wie es im neuen Jahr weitergeht mit den E-Kilometer bleibt also noch ein wenig offen. Aber mit Motörchen gefahren wird auf jeden Fall. Zumindest ab und zu.

 

 

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