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Alles über Ihren Radurlaub auf Mallorca

Mallorca gehört zu den Lieblingszielen deutschsprachiger Touristen und das nicht nur wegen der Sonne oder dem Meer. Die größte Balerareninsel ist von nahezu jedem Flughafen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bequem zu erreichen und bietet alles, was das Herz des Urlaubers begehrt. Stabiles Wetter und eine abwechslungsreiche Landschaft. Und nur einen Katzensprung von den Urlaubszentren Alcudia, Playa de Palma und Santa Ponsa entfernt wird die Trauminsel der Rennradfahrer beschaulich, ursprünglich und landschaftlich ausgesprochen reizvoll.

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Deshalb ist Mallorca auch das Ziel für Radfahrer aller Kategorien. Die Insel selbst zu erfahren – egal ob gemütlich oder sportlich ambitioniert – ist ein unvergessliches Erlebnis. Bevor man aber die Koffer packt und sich nach kurzem Flug in den Sattel schwingt, sollte man sich über einige Dinge klar sein. Getreu dem Motto: Gut geplant ist die halbe Miete.

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Anreise: Das Fahrrad im Flugzeug

 

Die meisten Fluggesellschaften sind inzwischen auf die Mitnahme eines Rennrades vorbereitet. Man sollte sein Fahrrad bei der Fluggesellschaft direkt anmelden oder über das Reisebüro bei der Buchung anmelden lassen. Für die Mitnahme als Sondergepäck ist mit zusätzlichen Kosten von 120 bis 140 Euro zu rechnen. Achtung: Bei einem E-Bike wird die Sache viel schwieriger – aufgrund des Akkus werden sie oft nicht mitgenommen.

 

Das Fahrrad muss in einer Fahrradtasche oder in einem Karton sicher verpackt sein. Der Lenker sollte eingeklappt, die Pedale demontiert und die Luft aus den Reifen gelassen sein.

 

Trotz aller Sorgfalt kann es aber sein dass Ihr geliebtes Stück dank rüder Behandlung mit einem Defekt ankommt. Im März und April – der Hauptsaison der Radurlauber – kann es gar sein, dass man Ihren Radkoffer aufgrund von Überbuchungen einfach auf dem Abflughafen stehen lässt und erst mit der nächstbesten Möglichkeit nachliefert. Neben dem Zeitverlust ist dies ziemlich kompliziert und ärgerlich.

 

Die Fahrräder werden übrigens bei der Ankunft nicht auf das Gepäckband gelegt, sondern über separate Türen angeliefert.

 

Nach der Landung in Palma wird man aufgrund seines Gepäcks eventuell nicht sofort aufs Rad steigen können. Wenn man das Fahrrad beim Reisebüro oder der Fluggesellschaft angemeldet hat, nehmen die Busfahrer, die für den Transfer zu den Hotels zuständig sind, die Fahrräder mit.

 

Unangemeldet wird es schwierig, das Rad transportieren zu lassen: Auch viele Taxifahrer lehnen es ab, selbst einen verpackten Drahtesel im Kofferraum mitzunehmen. In der Regel betragen die Kosten des Transports von Rennrädern oder E-Bikes zu Ihrer Unterkunft zwischen 10 und 20 Euro pro Weg.

 

Sollte trotz größter Sorgfalt das Fahrrad nicht ankommen oder beschädigt sein, dann müssen etwaige Ansprüche noch im Zollbereich beim „Lost and Found“-Schalter angemeldet werden.

 

Wichtig für die Regulierung sowohl bei verlorenen als auch bei beschädigtem Gepäck ist der Gepäckschein, der nach dem Einchecken vorn oder hinten ins Ticket eingeklebt wird. Bei Beschädigungen sollte man sich auf alle Fälle einen PIR-Schein (Property Irregulation Report) geben lassen, der bei der späteren Regulierung mit der Versicherung wichtig ist und – wenn keine Versicherung abgeschlossen wurde – wichtiges Utensil für die Abwicklung mit der Fluggesellschaft ist. Bei diesen müssen Schäden spätestens acht Tage nach der Rückkehr angemeldet werden.

 

Selbstverständlich können Sie auch die entgangenen Freuden des Radurlaubs geltend machen. Die Entschädigung deckt freilich nicht den Ärger und die Enttäuschung, ist langwierig und in der Regel sehr mühsam und aufwendig zu erstreiten.

 

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Fahrrad: Eigenes Rennrad oder Fahrradverleih

 

Wer nicht sein eigenes Fahrrad mitnehmen möchte, findet auf Mallorca zahlreiche Anbieter, die Räder aller Art und Couleur vermieten. Je nach Anspruch stehen vom klassischen Tourenrad über das Mountainbike bis zum Rennrad die unterschiedlichsten Modelle zur Auswahl. Auch E-Bikes – sogar Modelle der führenden Marke BH – können ausgeliehen werden.

 

Es empfiehlt sich das gewünschte Leihrad im Vorfeld fest zu buchen. Achten sie darauf, dass es sich nicht nur um eine unverbindliche Reservierung handelt, sondern um eine garantierte Festbuchung. Insbesondere in der Radurlaub-Hauptsaison kann es ihnen sonst passieren, dass sie nicht das gewünschte Fortbewegungsmittel bekommen, sondern einfach das, was noch übrig ist. Prüfen sie die Seriosität des Radverleihers. Es gibt auch Anbieter die die Zweiräder an jeden gewünschte Ort anliefern.

 

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Die Preise variieren je nach Modell und Anbieter zwischen 70 und 230 Euro pro Woche. Top-Verleiher bieten heute auch absolute High-Tech-Maschinen an, die jedes Radfahrer-Herz höher schlagen lassent. Carbon Flitzer der Marke BH mit Di2-Schaltung und Carbon-Aero-Laufrädern können ab 200 Euro pro Woche angemietet werden.

 

Hier empfiehlt es sich eine Versicherung abzuschließen. Diese gilt zwar meist nicht bei Diebstahl, aber alle Sachschäden sind abgedeckt. Das macht Sinn, da die Anschaffungspreise der Fahrräder auch mal über 6000 Euro betragen können. Auch E-Bikes der Top-Klasse kosten schnell mal über 3000 Euro.

 

Die guten Radverleih-Stationen bieten auch Fahrradhelme und Trinkflaschen an. Die Mietpreise für diese im Fluggepäck sehr sperrigen Utensilien liegen bei etwa 8 respektive 5 Euro in der Woche. Die Trinkflaschen haben meistens ein Volumen von 0,75lt.

 

Viele Radvermieter und Radferien-Veranstalter bieten auch geführte Radtouren an.

 

Wer alleine unterwegs ist, sollte darauf achten, dass der Verleiher ihm folgende Utensilien mitgibt:

  • Ersatzschlauch
  • Multitool  
  • Luftpumpe

Ein Fahrradverleih mit einem Abholservice ist bei einer Panne von großem Vorteil.

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Geographie – für Fahrradfahrer

 

Die größte Baleareninsel mit dem Fahrrad zu erfahren, ist wohl die beste Art, den wahren Charakter der Insel zu erleben. Allerdings: die geographischen Besonderheiten spürt man manchmal auch in den Beinen.

 

Mallorca ist knapp 3500 Quadratkilometer groß, die Länge der Küste misst 581 Kilometer. Etwa ein Drittel der Küstenstrecke ist touristisch erschlossen, 50 Kilometer sind als Badestrand ausgewiesen.

 

Das Straßennetz auf Mallorca ist sehr gut ausgebaut,  Fahrradwege eingerechnet, 1400 Kilometer lang – es bieten sich also genug Möglichkeiten, mit dem Rennrad unterwegs zu sein. Die weiteste Entfernung auf direktem Weg von West nach Ost beträgt 96 Kilometer, von Nord nach Süd 76 Kilometer. Es gibt keinen Ort auf Mallorca, der weiter als 40 Kilometer vom Meer entfernt liegt.

 

Das Tramuntana-Gebirge, die Sierra del Norte, hat über 40 Gipfel mit über 1000 Metern Höhe. Der höchste Gipfel ist der Puig Mayor zwischen Sollér und Lluc mit 1445 Metern. Hier liegen einige der Orte, die bei Urlaubern am beliebtesten sind. Dazu gehören Sollér, Valldemossa, Fornalutx und das Kloster Lluc. Für alle fitten Radurlauber sind diese Highlights auch problemlos von Alcudia, der Playa de Palma oder von Santa Ponsa zu erreichen.

 

Die Sierra de Tramuntana schützt die Insel wie ein Wall vor den rauen Nordwestwinden. Das unter Naturschutz gestellte Gebirge versorgt Palma und den Südwesten der Insel durch seine beiden Stauseen – dem Gorg Blau und dem Cuber – in den heißen Sommermonaten mit Wasser.

 

Im Südosten schließt sich die Ebene Es Pla an, die im Norden in die beiden Buchten Bahía de Pollença und Bahía de Alcúdia ausläuft. Diese beiden Buchten sind durch die noch einmal recht hoch ansteigende Halbinsel La Victoria getrennt.

 

Der östliche Teil Mallorcas zeichnet sich durch eine fjordähnliche Küste aus, in deren Hinterland die Sierra de Levant zwischen Santanyi und Cala Ratjada bis auf 500 Meter ansteigt.

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Kartenmaterial: Wichtiges Utensil

 

Gutes Kartenmaterial ist gerade bei einer Radtour auf Mallorca sehr zu empfehlen. Wer ein GPS-Gerät nutzt, kann sich bei zahlreichen Anbietern im Internet teils kostenfreies Kartenmaterial (GPS-Tracks) herunterladen. GPS-Geräte und Kartenmaterial sind bei guten Radvermietungen im Angebot und können recht günstig gemietet werden.

 

Kleidung: Für jedes Wetter gerüstet

 

Grundsätzlich gilt: Am besten geeignet ist moderne Funktionskleidung - von der Unterwäsche bis zur Jacke. Eine Kopfbedeckung gegen den starken Sonnenschein gehört ebenfalls in das Gepäck. Daneben ist eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor empfehlenswert. Nicht nur im Hochsommer, sondern auch in den etwas kühleren Jahreszeiten haben die Sonnenstrahlen eine hohe Intensität.

 

Bei Fahrten ins Tramuntana-Gebirge ist eine Jacke selbst im Sommer ratsam, da dort ein frischer, kühler Wind herrschen kann. Auch gegen Regen sollte man im Frühjahr, Herbst und Winter geschützt sein. Selbst in den Sommermonaten muss mit einzelnen Schauern gerechnet werden.

 

Eine fahrradtaugliche Sonnenbrille und ein Fahrradhelm sind ebenfalls wichtige Utensilien. Letzterer ist mittlerweile in Spanien sogar Pflicht! Bei vielen auf Fahrradurlaub spezialisierten Anbietern kann man dieses Zubehör meistens wesentlich günstiger als in Deutschland erstehen. Informieren sie sich vorab auf den Webseiten der Veranstalter.

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Klima: Die beste Reisezeit für Fahrradreisen

 

Die Radsaison beginnt auf Mallorca schon früh im Jahr: Bereits Ende Januar taucht die Mandelblüte die Insel in ein rosa-weißes Farbenmeer und macht das Radeln zum Erlebnis.

 

Frühjahr, Herbst und Winter empfehlen sich besonders für einen Urlaub mit dem Rad. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 17°C bis 23°C. Im Hochsommer ist die Durchführung längerer Touren dagegen schwierig: Die starke Hitze steigt in den Mittagsstunden bis auf 38°C – die Durchschnittstemperatur beträgt 29°C bis 34°C. Wer jedoch früh morgens startet, eine längere Siesta einlegt und auch allgemein nicht so hitzeempfindlich ist, kann auch in dieser Zeit das Radfahren genießen.

 

Das ganze Jahr über ist Regen auf Mallorca selten – verglichen mit den Regentagen, wie wir sie aus Deutschland kennen. Meist gießt es heftig und kurz, und die Sonne kommt schnell wieder hervor. Auch im Winter hat es selten mehr als sieben Regentage im Monat.

 

Im Oktober, November und Dezember sind milde Wetterperioden geradezu ideal zum Radeln. Allerdings kann es in dieser Jahreszeit auch schon kühl werden. Der Schnee, der in der Sierra de Tramuntana fällt, bleibt zwar nicht lange liegen, doch eine Jacke sollte man in diesen Monaten immer dabei haben.

 

Nach Beginn der Mandelblüte Ende Januar locken oft schon Februar und März mit warmen Sonnenstrahlen und einer gelb-weißen Blütenpracht. Die Tage sind ausreichend lang. Überhaupt ist die Insel zu dieser Zeit saftig grün, im Gegensatz zu den vorherrschenden Brauntönen des Sommers.

 

Das ist die Zeit, in der die Profis unter den Rennradfahrern ihre Radsaison mit einem Training auf der Insel einläuten. Mit etwas Glück trifft man Froom, Degenkolb und Co. im Hotel oder auf der Landstrasse an. Die Chance ist gar nicht so klein. Die Jungs müssen zu dieser Jahreszeit bis zu 250 km am Tag Grundlage trainieren.

 

Besonders beliebt bei Profi-Radsportlern ist das Hotel IBEROSTAR Royal Cristina an der Playa de Palma. Hier steigen zur Zeit des Mallorca Challenge Ende Januar auch die Teams von Bora und Lotto ab. Sky ist nicht weit davon entfernt.

 

An der Playa de Palma treffen sich im Januar das Who is Who des Radsports. Hier wird das neueste Rennrad Material getestet. Für jeden Rennrad-Freak eine ausgezeichnete Gelegenheit die neuesten Trends zu sichten und mit den den schnellen Jungs in lockeren Kontakt zu kommen. Die Saison ist noch jung und alle sind herrlich entspannt.

 

Schön sind die Frühjahrsmonate,  wenn das Grün der Wiesen und Felder, der Bäume und Gräser frisch ist. Mallorca bietet aber Radlern zu fast jeder Jahreszeit ideale Bedingungen. Nur im Hochsommer sollte man wegen der Hitze keine allzu langen Touren einplanen und die Mittagszeit meiden. Hier hat dann das E-Bike Hochkonjunktur, kann man doch den Krafteinsatz selbst bestimmen.

 

März bis Mai, Oktober und November sind für längere Fahrradtouren oder einen Radwanderurlaub die idealsten Monate.

 

 

Klimatabelle für Mallorca

 

Die Klimatabelle zeigt Durchschnittswerte für die gesamte Insel. Tatsächlich ist es für den Radfahrer aber sinnvoll, zwischen dem Süden und dem Norden zu differenzieren. Im Norden, Standort Alcudia,  ist es 1°C bis 2°C kühler. Es gibt hier in den Wintermonaten auch mehr Niederschlag.

 

Es kommt nicht von ungefähr das die Hotelindustrie ihren Ursprung im Süden der Insel in der Region Santa Ponsa hat. In den 60iger Jahren wurden die Hotels meist noch ohne Heizung gebaut und waren erst ab Mai geöffnet.

 

Die ersten Hotels im Norden entstanden aufgrund der hohen Nachfrage und dem Platzmangel im Südwesten. Alcudia kam erst Anfang der 90iger Jahre durch die Rennradfahrer in Mode. Damals wie heute schätzen sie das flache Terrain für ihr Grundlagen-Training zu Saisonbeginn. Radurlauber die es lieber sonnig und wellig bis bergig mögen,zieht es nach Santa Ponsa oder an die Playa de Palma.

 

 

Tages-

Temp.

in °C

Nacht-

Temp.

in °C

Wasser-

temp.

in °C

Nieder-

schläge

Tage/Monat

tägliche

Sonnen-

stunden

Januar 14 6 14 6 5
Februar 15 6 13 6 6
März 17 7 14 6 6
April 19 9 15 4 7
Mai 23 13 17 4 10
Juni 27 16 21 2 10
Juli 29 19 24 1 11
August 30 19 25 2 11
September 27 18 24 5 8
Oktober 23 14 21 6 6
November 18 10 18 7 5
Dezember 15 7 15 7 5

 

 

Kondition schadet nicht

 

Ein wenig Kondition sollte man schon mitbringen, wenn man auf Mallorca aufs Fahrrad steigt. Man muss es ja nicht gleich den vielen leistungsorientierten Rennrad-Cracks nachmachen, die alljährlich auf der größten Insel der Balearen ihre Trainingslager abhalten. Wer in Deutschland ein wenig Ausdauersport treibt – sei es nun Laufen, Fußball oder ähnliche Sportarten – oder ab und zu Radtouren unternimmt, wird auf Mallorca keine größeren Probleme haben.

 

Eine Ausnahme sind die Strecken im Tramuntana-Gebirge, die einiges an Kondition erfordern. Hier finden Sie Strecken mit Anstiegen, die satte 20 km lang sind – bei 5 Steigungsprozenten. Die reizvolle, abwechslungsreiche Landschaft entschädigt aber für die Anstrengung.

 

Der bekannteste Pass ist wohl der Sa Calobra. Der Anstieg wurde zu einem der zehn schönsten Pass-Straßen Europas erkoren. 10 km lang und 6 bis 8% steil. Herrliche Serpentinen schlängeln sich von Meereshöhe bis auf 900 Meter. Wer darauf gut vorbereitet sein möchte, unternimmt am besten zu Hause noch ein paar Radtouren, um sich den Muskelkater im Radurlaub zu ersparen.

 

 

Verkehr und Straßenverhältnisse aus „Radler-Sicht"

 

Mallorca wird von einem engmaschigen und gut ausgebauten Straßennetz durchzogen. Durch den Bau eines Autobahnringes um Palma und der Autobahn nach Inca hat sich der Verkehr auf den Landstraßen allgemein verringert. Andererseits hat die Verkehrsdichte auf den Hauptstrecken durch den Urlauber-Boom in den vergangenen Jahren und entsprechende günstige Mietwagenangebote vor allem in der Hochsaison eklatant zugenommen.

 

Dies hat auch Auswirkungen auf den Fahrradtourismus. Deshalb wurde von der Balearen Regierung dass Rennrad- und Landstraßennetz ausgebaut. Die Pisten sind relativ schmal, aber dafür fahren nur wenige Autos darauf. Die meist liebevoll ausgebauten Wege eignen sich aber trotzdem nicht dazu, mit 40 km/h und Unterlenkerhaltung über die Insel zu brettern.

 

Vor allen in der Hochsaison drängen sich an den Hauptattraktionen und den Hauptstraßen Mietwagen und Busse. Deshalb werden ab 2018 die Strecken vom Sa Calobra und Formentor für den öffentlichen Autoverkehr gesperrt. Der Radler lässt danken.
 
Die meisten Straßen auf Mallorca sind schmal und von Steinmauern eingefasst, der Autoverkehr ist auf den Nebenstrassen gering bis mäßig. In engen Kurven sollte man trotzdem aufpassen, weil immer mal ein Autofahrer in der Straßenmitte schnell ums Eck kommen kann.

 

Aus diesem Grund müssen Radfahrer in der Gruppe bei engen Straßenverhältnissen hintereinander fahren. Ansonsten sind zwei Radfahrer nebeneinander erlaubt.

 

Leider treten auch auf Mallorca Rennradfahrer in Horden auf. Nicht selten fahren sie zu dritt und viert nebeneinander und gefährden sich und andere. Rücksichtnahme ist auch auf der Rennrad Insel Nummer eins höchstes Gebot. Bei diesem rücksichtslosen Verhalten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern ist es nicht verwunderlich, wenn Autofahrer ungeduldig hupen.

 

Nebenstrecken sind durch gelbe Nummern-Bezeichnungen und das Kürzel PMV gekennzeichnet. Allzu starkes Vertrauen sollte man jedoch nicht in diese Nummerierung stecken: Häufig wird sie nicht konsequent durchgehalten, oder aber die Landkarten weisen andere Zahlen auf.  Wichtig beim Erwerb einer Straßenkarte ist auch das Ausgabedatum. Karten die älter als 2 Jahre sind werden meist ungenau. Einige sind schon bei der Ausgabe veraltet.

 

Auf Mallorca wird anders als auf dem Festland Katalanisch gesprochen. Auch die meisten Orts- und Straßennamen sind in den vergangenen Jahren durch die katalanischen ersetzt worden. In der Regel sind die Unterschiede zu den spanischen Namen aber so gering, dass sich noch niemand deshalb verfahren hat.

 

Der überwiegende Teil der Straßen ist asphaltiert, einige Straßen unterer Ordnung sind allerdings nicht immer im besten Zustand. Die Regierung hat aber in den vergangenen Jahren die Bedeutung des Fahrrad-Tourismus erkannt und ist sichtlich bemüht, gute Straßenverhältnisse zu gewährleisten. Feldwege und Staubstraßen gibt es dennoch – und zwar dort, wo es in abgelegene Täler oder zu einzelnen Gehöften geht.

 

Ein Wort noch zu den Pass-Straßen und zu den Fahrten im Gebirge. Enge Haarnadelkurven sind nicht jedermanns Geschmack, und man sollte – gerade bei Exkursionen in das Tramuntana-Gebirge – schon über einige Erfahrung verfügen. Gut funktionierende Bremsen sind dort ein absolutes Muss. Geübte Rennradfahrer segeln dort ohne Risiko auch mal mit 65 Sachen zu Tal.

 

 

Weitere wichtige Verkehrsregeln für Radfahrer

 

Neben der Helmpflicht und dem obligatorischen Kolonnenfahren in der Gruppe gilt noch Folgendes:

 

Sobald die Fahrradbeleuchtung eingeschaltet ist, müssen Radfahrer reflektierende Kleidung tragen.

 

Der Promillegrenzwert liegt auch für Radler bei 0,5‰.

 

Radwege müssen immer genutzt werden. Sind keine vorhanden, dürfen Radfahrer aber auch langsam auf Gehwegen fahren.

 

Mallorca ist die Insel der Kreisel. Fährt eine Gruppe durch einen Kreisel, muss darauf geachtet werden, dass kein größerer Abstand als ein Meter zwischen den Fahrern entsteht. Dann gilt die Gruppe im spanischen Verkehrsrecht als ein „Fahrzeug“ und hat – wenn sie sich einmal im Kreisverkehr befindet – Vorfahrt. Aber Achtung: In der Praxis gilt auch hier oft das Recht des Stärkeren und das ist meist nicht der Radfahrer.

 

 

Praktische Informationen zu Mallorca

 

Sollten sie trotz aller Vorsicht von einem Unfall betroffen sein, ist es für die ärztliche Versorgung von Vorteil, wenn sie den Versicherungsnachweis dabei haben. Formalitäten sind dann kein Problem und die Behandlung kann gleich losgehen.

 

Wenn sie gut versichert sind, empfehlen wir ihnen das Hospital Quirónsalud Palmaplanas oder die Clínica Juaneda. Diese privat geführten Kliniken verfügen über den uns bekannten Standard und sind richtig gut. Das bedeutet nicht, dass die öffentlichen Krankenhäuser schlecht wären, aber die Wartezeiten sind lang und die guten Ärzte werden laufend abgeworben. In den angegeben Häusern wird auch deutsch gesprochen. Dolmetscher sind schnell zur Hand.

 

Und ganz wichtig bei einem Notruf: die Ambulanzen sind meist privat und bringen den Patienten zum Krankenhaus, das die besten Provisionen bezahlt. Bestehen sie also auf das Krankenhaus Ihrer Wahl! Sollten sie das Spital mit einem Gipsverband verlassen müssen, bitten sie den Arzt um eine schriftliche Flugerlaubnis. Es kann Ihnen sonst passieren, dass sie von der Airline nicht mitgenommen werden.

 

Nun sollte Ihren gelungenen Rennrad-Radferien nichts mehr im Weg stehen.


Die wichtigsten Telefonnummern für Radurlauber
Notruf (Feuerwehr, Krankenwagen, Polizei): 112
Guardia Civil: 062
Lokale Polizei: 092
Ambulanz: 061
Quirónsalud 900 844 484 und 871 959 966
Juaneda 971 731 647

 

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