Die Saison läuft also, die Luft richt nach Frühling und Meer, das Land ist saftig grün, durchsetzt mit gelben Blumenfeldern und dem Weiß der Mandelblüte. Und das Team ist bereit für die neue Saison, die Räder gewartet und, geputzt, das Team nach der Winterpause heiß darauf, die ersten Touren zu fahren. Fast schon eine Tradition war die Ausfahrt am Sonntag den 7. Februar zum Saisonauftakt der Profis auf die Uferpromenade nach Palma. Wir haben uns wie immer im Capuccino getroffen, bei Tapas und Rose die Profis vorbeihuschen lassen und nach Hause telefoniert, wo sie am Schneeschippen waren, während wir es uns in der Sonne so richtig gut gehen ließen. Es ist tatsächlich so – die Temperaturunterschiede zwischen zu Hause und der Insel sind in diesem Winter so groß wie schon lange nicht mehr. Was den Genuss noch einmal deutlich erhöht. Und das macht natürlich Spaß, auch wenn wir natürlich überhaupt nicht schadenfroh sind. Auf jeden Fall ist hier auf der Insel alles beim alten, während man bei den Profis dreimal hinschauen muss, um die alten Gesichter in den neuen Trikots noch zu erkennen. Dafür muss man sich bei Philipps Team nicht neu orientieren – alle da, alle fit. Chef Philipp ist sogar in erstaunlicher Frühform. Vier Tage ohne Pause im Sattel – das gab es auch schon lange nicht mehr. Und am Ende noch ein lang gezogener Rosado-Sprint von der Bar Nous in Es Capdella zurück ins Hotel, alle Wetter. Die Saison kommt also jetzt langsam ins Laufen. Wem das Winterwetter zu Haus also mit jeder weiteren Frostnacht zusehends aufs Gemüt schlägt – in den kommenden Wochen ist es noch relativ ruhig und auch noch Plätze frei. Ich wäre gerne noch ein wenig geblieben, aber auch vier Tage zu Beginn der Saison sind eine Tradition, die leider nicht verändert werden darf. Wirklich super in diesem Frühjahr sind übrigens die Radwege, die offenbar im Winter sehr gut gereinigt und von Pflanzen befreit worden sind. Es gab jedenfalls genug Platz für so manche noch etwas wacklige Dreierreihe zu Saisonstart. Wer mitfahren will – auf geht’s.
An dieser Stelle wollen wir auch noch einmal auf die erste Fernfahrt 2010 hinweisen. Für Paris – Nizza vom 1. bis zum 10. Juni gibt es noch freie Plätze. 1130 Kilometer mit moderaten 13 000 Höhenmetern – eine stressfreie Fahrt in den Süden, die keinen überfordert. Wer früher bucht ist sicher dabei.
Einen rutschfreien Restwinter wünscht
Jürgen Löhle | |  Und irgend wann düsen die Profis mit 50 Sachen vorbei. Viva Mallorca, Bumi!
 Brägel im Gespräch mit Philipp vor dem Prolog
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